Das Kohlenstoffdioxid

Howdy CO₂-Cowgirls and -Cowboys! 

Nun mal ein paar Worte zum Thema Kohlenstoffdioxid, dem CO₂, unserem Treibstoff für den Wilden CO₂-Westen. Sicherlich gibt es viel zu sagen, aber drei Sachen will ich dazu loswerden.

Als erster Punkt, das CO₂ befindet sich im gepressten Zustand in den Kapsel. Wird davon eine Dosis über die Ventile in den Lauf der Waffe gegeben, so dehnt sich das Gas unter Wärmeaufnahme aus, das führt zu Kälte und das sich ausdehnende Gas treibt die Kugel aus dem Lauf. Es ist also normal, wenn die Waffe kühl wird. Beim Revolver reichen die zwölf Gramm für locker um die hundert Schuss, bevor die Leistung merklich abfällt. Er wird dabei an einigen Stellen spürbar kalt.
Wenn die Leistung nicht mehr stimmt, dann entnehme ich alle Ladehülsen und entlasse den Rest einer Kapsel vorsichtig, indem ich den Abzug gedrückt halte und den Hammer stoßweise nach vorn schiebe: ich denke, so ist's am besten, denn nichts vereist am Ventil oder der Hülsendichtung.

Weiterhin ein Wort zum Preis: ich empfehle immer hundert Kapsel auf einmal zu kaufen. Das ist im September MMXX die Grenze, ab der sich durch Mengenabnahme kaum noch was ändert, meine ich. Vergleicht online mal ein paar Preise, ich habe das für mich auf einigen Verkaufsplattformen festgestellt.

Zu guter Letzt, noch einen Hinweis auf die Wartungskapseln, die angeboten werden. Ich habe mir davon ein Päckchen zugelegt, fünf Stück sind Mindestabnahmemenge. Und davon habe ich Moshe Silverguns und meinen Colts hin und wieder nach Gutdünken eine spendiert. Ich bin mir nicht sicher, inwieweit das nötig ist, aber es hört sich klug an und beruhigt das Gewissen: alles im Inneren bekommt dann eine Extraladung Silikonöl ab. Laut Hersteller ist das ein halbes Gramm. Nach einem Tipp im Forum pflege ich den Unterhebelrepetierer, in dem ich eine normale CO₂-Kapsel einlege und eine zweite leere, in die ich ein paar Tropfen Öl gebe. Da spare ich mir die Wartungskapsel, denn beide Kapseln befinden sich ohnehin in der Druckkammer des Gewehrs.

Kleinigkeit am Rande: das Verbrennen von einem Liter Benzin ergibt knapp so viel Kohlenstoffdioxid wie der Verbrauch von zweihundert CO₂-Kapseln. Also einmal mit dem Fahrrad zur Arbeit und dann über Monate ruhigen Gewissens schießen.

Update: ich habe interessehalber sechzig Kapseln von einem Markenhersteller mit der Feinwaage gewogen. Sie wiegen zwischen vierzig komma vierundachtzig und dreiundvierzig komma sechszehn Gramm. 

Moshe und ich haben die Kapsel in zwei baugleichen Colts verschossen. Mit sehr viel Geduld und Ruhezeit zwischen den Schüssen bei vierzehn Grad Celsius: die weniger gefüllte hielt für erstaunliche hundertfünfzig, die übervolle für hundertachtzig Schuss. Aber... die leeren Kapsel wiegen jeweils, unglaublich aber wahr: neunundzwanzig komma neunundvierzig und einunddreißig komma zwölf Gramm. Die Behälter sind also unterschiedlich schwer, wiegen im Vorfeld bringt also nur etwas mit Kontrolle im Nachgang.

Brutto, tara, netto: der Unterschied lag bei weniger als einem Dreiviertelgramm Füllmenge und ist damit nicht so dramatisch wie gedacht. Ich denke, ich beende hier die Wiegerei und gehe lieber mit Moshe den Revolver schwingen. Macht mehr Laune.

So long and Goodbye, Suitcase-Bronco
CO₂-Kapseln

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